Gut geplant erholt es sich besser!

Gerade wenn man sich für einen Urlaub mit der lieben Fellnase entscheidet, ist eine gute Planung im Vorfeld die halbe Miete! Ungern möchte ich am Urlaubsort auf böse Überraschungen treffen. Deshalb informiere ich mich schon früh über die Gegebenheiten vor Ort, besonders wenn es ins Ausland geht.

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Vor allem was die Leinenpflicht angeht fällt mir im Urlaub immer wieder auf wie verwöhnt wir von zuhause sind. In NRW herrscht keine generelle Leinenpflicht und da wir eher ländlich wohnen finden sich eigentlich immer Möglichkeiten dem Hund freies Laufen zu ermöglichen. In Urlaubsgebieten und im Ausland sieht das meistens anders aus. Hier in Österreich gibt es Orte, die im gesamten Ortsgebiet den Leinenzwang vorschreiben. Wir haben uns aus diesem Grund eine Flexi-Leine ausgeliehen. Normalerweise bin überhaupt kein Freund dieser Dinger! Hier im Urlaub leistet sie uns allerdings gute Dienste für die Morgen- und Abendrunden – 10 Tage Leinenpflicht werden wir schon überleben 😉 Unsere Schleppleine haben wir auch dabei, doch die Flexi lässt sich einfach besser im Rucksack transportieren. Für die Wandertouren habe ich mir eine Joggingleine bestellt, um die Hände frei zu haben. Unabhängig von der Leinenpflicht möchte ich Gismo auf den Bergwegen nicht ableinen. Oft scheint er sich mit einer Bergziege zu verwechseln und stürzt sich mit Vorliebe steile Abhänge runter, um sie dann so schnell wie möglich wieder hoch zu rennen. Bei uns zuhause mag das ja auch möglich sein, hier in Österreich möchte ich mich nicht auf seine Selbsteinschätzung verlassen! Einige Touren haben wir nun schon mit der Joggingleine bestritten und ich bin wirklich begeistert – für Wanderurlaube eine klare Empfehlung!

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Entspannt Busfahren – auch mit Maulkorb!

Ein anderer Sicherheitsaspekt, der einem bei vielen Auslandsreisen begegnet, ist der Maulkorb. Da wir diesen zuhause nicht benötigen und Gismo ihn bis dato nicht kannte, habe ich mich einige Monate vor der Reise mit dem Thema befasst. Für uns Menschen wirkt ein Maulkorb immer sehr befremdlich und furchtbar schlimm, denn viele assoziieren damit bissige, aggressive und gefährliche Hunde. Doch vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln ist er oft Pflicht für alle Hunde und ich muss ehrlich sagen, dass ich es überhaupt nicht schlimm finde! Wir haben ein paar Monate vor dem Urlaub versucht, das Gismo den Maulkorb positiv verknüpft. Immer wenn er ihn getragen hat, gab es Leckerlies am laufenden Band und Streicheleinheiten. Ich würde sagen, das ist uns gelungen! Gismo verschlief alle 4 Busfahrten mit Maulkorb tiefenentspannt 😉 Auf einer Fahrt haben wir übrigens „live“ mit bekommen, dass die Maulkorbpflicht wirklich für alle Hunde gilt und auch durch gesetzt wird. Fahrt ihr also mal nach Österreich und überlegt mit eurem Hund zusammen Bus zu fahren, seid so lieb und gewöhnt ihn vorher in Ruhe an das Tragen eines Maulkorbes! Es gibt keinen Platz für Verhandlungen und wenn der Hund ihn entspannt trägt auch keinen Grund dafür 😉

Für den Fall der Fälle habe ich mir im Vorfeld bereits grob angeschaut, wie weit der nächste Tierarzt und die nächste Tierklinik von unserem Urlaubsort entfernt ist. Sich Nummer und Adresse bereits einzuspeichern ist sicherlich auch ratsam, so hat man diese im Notfall direkt zu Hand!

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Wo wir schon beim Thema Gesundheit sind: Jedes Land hat gewisse „Einfuhrbestimmungen“ für Tiere. Es ist also wichtig rechtzeitig den Impfstatus zu überprüfen sowie sonstige gesundheitliche Aspekte abzuklären. Auch wenn wir in Europa offene Grenzen haben, wäre mir das Risiko einer Kontrolle und deren Konsequenzen zu groß!

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Ein weitere Punkt, der nicht alle meine Leser aber sicher doch einige betrifft: Was machen BARFer im Urlaub? Ich hatte mir relativ früh überlegt, dass Gismo im Urlaub ein hochwertiges Nassfutter bekommen wird. Da er ein wirklich unkomplizierter Esser ist, habe ich mir wegen der Umstellung auch keine Sorgen gemacht und hatte die Dosen für 10 Tage quasi schon im Warenkorb eines Online Shops. Ein paar Wochen vor dem Urlaub kamen mir doch Zweifel und ich fütterte ihm ein Wochenende lang probehalber Nassfutter. Kurz und knapp: Gut, dass ich den Testlauf gemacht habe, denn am Morgen nach der ersten Dose weckte Gismo uns ziemlich früh und musste SEHR dringen raus – weiteres erspare ich euch jetzt 😉 Diese Verdauungsbeschwerden zogen sich über zwei Tage und legten sich erst nach einem Tag  „Morosch’e Möhrensuppe“. Puh, na toll! Darauf habe ich im Urlaub wirklich keine Lust. Nach kurzer Nachfrage bei der Ferienwohnung war dann allerdings klar, dass wir unser Fleisch einfach mit nehmen werden – ein kleines Gefrierfach sei im Kühlschrank vorhanden! Kurz kalkuliert ob der Platz wohl reichen wird und entschlossen, dass es kein Problem sein sollte. Auch die Autofahrt war kein Problem – das Fleisch war insgesamt 11h in einer günstigen Kühltasche vom schwedischen Möbelhaus und nur die zwei oberen Tütchen waren leicht angetaut. Die waren allerdings eh die ersten, die aufgetaut werden sollten 😉 Mein Fazit ist also, wenn es irgendwie möglich ist wird Gismo auch in Zukunft sein gewohntes Futter im Urlaub bekommen – der Aufwand war relativ gerin und unter’m Strich erspare ich mir so den Stress ein gutes Futter zu finden und Gismo darauf umzustellen.

Habt ihr noch andere Dinge, auf die ihr euch immer vorbereitet? Schreibt ihr Listen oder habt ihr alles im Kopf? Erzählt es mir gerne in die Kommentaren!

Viele Grüße von
Gismo & Fabienne

 

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