Tagebuch eines PuberTiers #2

„Liebes Tagebuch,

am Wochenende hat Mama mal wieder den Vogel abgeschossen! Sie hat sich ja zum Ziel gesetzt, mir das Schwimmen bei zu bringen und versucht mich mit allen Mitteln auszutricksen. Denkt die denn ich bin blöd? Ich sehe das so: Wasser ist ganz nett, ja vielleicht macht es sogar irgendwie Spaß ein bisschen rum zu planschen. Aber weiter als bis zum Bauch – No Way! Soll sie doch erstmal selbst reingehen! Ihre neuste Idee: der schwimmende Ball.

Zugegeben, ich finde diesen Ball schon ziemlich toll. Am Anfang hat sie ihn immer nur ein ganz bisschen reingeworfen, das ist natürlich garkein Problem für mich! Habe ihn dann immer brav apportiert, da freut sie sich ja so drüber. Jetzt ist es aber so – und das ist kein Geheimnis – dass Mama’s Wurfkünste nicht gerade als solche zu bezeichnen sind. Und es kam wie es kommen musste, der Ball flog zu weit rein. Toll gemacht! Wer holt den jetzt? Zum Glück hatte sie Gummistiefel an und ging jetzt auch endlich mal rein, um sich nützlich zu machen. Hilfbereit wie ich bin, eilte ich zu ihr – bereit den Ball dann in Empfang zu nehmen. Da ging das Gemecker wieder los. Ich hätte wohl zu viele Wellen gemacht und den Ball weiter heraus getrieben. Super. Wir also wieder raus und überlegt was wir nun tun könnten. Sie fand nach langem Suchen einen abgebrochenen Ast, mit dem sie den Ball tatsächlich retten konnte! Elegant (nicht!) hielt sie sich mit einer Hand an einem Baum fest, der über den Teich ragte, um nicht reinzufallen.  Jaja, aber ich soll da drin schwimmen! Danach ging es weiter und ich dachte der Schwimmunterricht für heute sei beendet.

Aber weit gefehlt! Sie musste ihr Glück natürlich noch mal heraus fordern, denn „das flache Ufer hier bietet sich doch so gut an!“.  Wir planschten also wieder am Ufer und ich muss ja sagen, das macht mir schon Spaß mit dem Wasser!  Mama wurde natürlich wieder übermütig und warf den Ball irgendwann in eine andere „Ecke“. Doof nur, dass es da mega tief war! Mutig wie ich bin, rannte ich erstmal hinterher. Puh aber da wurde es echt ganz schön steil und tief. Jetzt stand ich da, Wasser bis zum Bauch, vor mir mein geliebter Ball. Ich war hin und her gerissen, ein Schritt vor, dann lieber doch nicht. Mamaaaaa mach was!! Sie kam dazu und versuchte meine Moxonleine als Lasso zu verwenden. Das war doch direkt zum Scheitern verurteilt! Wir also wieder raus und nach Ästen gesucht. Hinter einem Zaun fanden wir sogar einen ganzen Haufen großer Äste! Den größten davon zog Mama mühselig raus, der war immerhin doppelt so groß wie sie! Doch mein Ball war in der Zwischenzeit schon so weit rausgetrieben, dass sie selbst mit dem Ast nicht dran kam. Na ganz toll gemacht! Ich versuchte sie noch ein paar Mal dazu zu bewegen, es mit den anderen Ästen zu versuchen aber sie meinte immer damit wird es auch nicht klappen. Manno! Ich wollte partout nicht gehen und meinen Ball einfach da lassen! Doch es war aussichtslos, ich schaffte es nicht, Mama schaffte es nicht und kein anderer Hund weit und breit. Ich wurde also genötigt zu gehen und den Ball zurück zu lassen.

Wir waren keine 100m vom Teich weg, da sah Mama einen Hund, der einem Labbi sehr ähnlich sah und wir witterten unsere Chance! „Kann Ihr Hund schwimmen?“ rief sie den Besitzern des Hundes zu. „Ja“ war die Antwort – Jackpot!! Maggie hieß sie, 4 Jahre alt und eine tolle Schwimmerin. Nach anfänglicher Verwirrung, was sie denn nun holen soll, steuerte sie zielsicher auf meinen Ball zu. Jawoll!! Ich konnte mein Glück kaum fassen, sie hatte ihn gerettet! Ich habe mich natürlich herzlich bei ihr bedankt und wir durften noch ein paar Minuten über die Wiese flitzen – ganz toll! Wir haben uns super verstanden und ich hoffe doch sehr, dass wir uns bald mal wieder sehen werden! ❤

Was für ein aufregender Tag! Erst das Drama um den Ball und dann Maggie, die Heldin des Tages!
Bis bald mal!
Gismo :)“

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Ein Kommentar zu „Tagebuch eines PuberTiers #2

  1. Super – wie heißt es doch: “Alle Retriever schwimmen“ …???
    Auch unser Knirps (7,5 Mon.) liebt Wasser, aber nur mit Grund unter den Pfoten 😉
    Warten wir mal ab, ob uns die Ostsee im Sommer weiterbringt?
    Daumen hoch für Gismo … Du schaffst das!

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