Tagebuch eines PuberTiers

„Liebes Tagebuch,

Mama hat einen neuen Namen für mich: Pubertier. Ich weiß ehrlich gesagt nicht was das soll! Sie erzählt es jedem – ob er es hören will oder nicht! Ich hätte mich verändert und hätte was an den Ohren. Äh meine Ohren sind ja wohl tip top in Ordnung. Würde ich sonst hören wie sie über mich lästert? Ich setze nur mittlerweile andere Prioritäten, das ist ja wohl verständlich. Mama und Papa sind toll – klar – aber so langsam wird mir bewusst, was die Welt mir noch alles zu bieten hat! Oh man, das mir das alles jetzt erst auffällt – was habe ich verpasst!

Angefangen hat alles mit dem plötzlichen Drang mein Beinchen zu heben. Am Anfang war das gar nicht so einfach wie das bei anderen immer aussieht! Früher habe ich immer nur Pipi gemacht, wenn ich nötig musste. Heute hat das Ganze erst richtig Sinn! Hallo Welt, hier bin ich!
Okay ich geb’s zu: Es gab durchaus Startschwierigkeiten. Manchmal kam ich mit meinen Beinen durcheinander – nein, damit meine ich nicht rechts und links, sondern vorne und hinten. Aber hey, wer hat denn bitte festgelegt, dass man das Hinterbeinchen heben muss? Mama und Papa haben allerdings mit ihrem Spott darüber nicht hinter’m Berg gehalten, sodass ich mittlerweile einfach mit dem Strom schwimme. Macht ja auch Sinn. Irgendwie.
Kommen wir zur nächsten Schwierigkeit: das Gleichgewicht halten. Huiuiui, so manches Mal kam ich ganz schön ins Wanken (und vielleicht passiert mir das heute immer noch – aber nur manchmal!). Gut, dass man sich an Bäumen abstützen kann. Ganz  wichtig übrigens: Es ist definitiv weniger peinlich sich hinzuhocken, wenn man die Balance verliert, als umzufallen! Glaub mir.
Mittlerweile läuft’s aber bei mir (Achtung, Wortwitz! Hahaha) und jetzt hat Mama wieder was zu meckern. Nicht an Häuser, nicht an Zäune, nicht an Laternen und nicht an Mülleimer. Ich mein, Hallo? Wie soll ich denn so bekannt werden hier? Ich glaub sie will mir so ein Softie-Image aufzwängen. Am liebsten hätte sie wahrscheinlich einen Sitzpinkler, der nur an Bäume und Grashalme markiert. Dabei kommt das doch gerade cool mal ganz lässig an einem Zaun das Beinchen zu heben, oder nicht? Ich bin gespannt, wer da den längeren Atem haben wird! 

So, das war’s erstmal von mir – es ist Schlafenszeit!
Bis zum nächsten Mal, dein Gismo“

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